in Eine_Welt, Finanzwelt

Wer rettet wen bei der „Euro-Rettung“?

Zwar machen die EU und deren Mitgliedsstaaten ein Geheimnis daraus, an wen letztlich die vielen Milliarden für die Rettung Griechenlands, Zyperns oder Irlands geflossen sind, doch der arte Film „Staatsgeheimnis Bankenrettung“ bringt ein wenig Licht in’s Dunkel.

Kurz gesagt: Wir zahlen deutsches Steuergeld an vorwiegend deutsche Banken und Versicherungen. Wir retten nicht die anderen Länder, sondern wir schützen unsere großen Kapitaleigner vor den Verlusten, die sie durch ihre eigenen wirtschaftlichen Fehlentscheidungen ansonsten erlitten hätten.
So komfortabel möchte man als Unternehmen oder als Privathaushalt einmal für die eigene Dummheit entschädigt werden. Nach dem Motto: Ich weiß gerade nicht wohin mit meinem vielen Geld. Ich kaufe mir also eine schicke, teure Ruine, die zwar einstürzt als ich einziehe, aber das tut mir nicht weh, denn ich bekomme mein Geld vom Steuerzahler zurück.

Was die heutige Situation noch absurder macht: Die Einwohner des Landes, in dem meine hübsche Ruine stand, dürfen sich nun auf starke Kürzungen öffentlicher Ausgaben gefasst machen, sich krummlegen und schuften, um ebenfalls an der Wiederbeschaffung meines Geldes mitzuarbeiten. Im Fall von Irland sind das 300 EUR, die jeder Ire monatlich abdrücken muss. Eine unhaltbare Situation die zu völliger Verarmung der unschuldigen Bevölkerung führt.

Im Film berichtet Harald Schumann, ein Journalist des Berliner Tagesspiegel, von seinen Recherchen bei Finanzministern, Abgeordneten und der EZB. Die Aufzeichnung lässt sich durch die hier verlinkte Google Suche leicht finden.